Die Quelle der Sieben
Band 1 der Septalogie · ein Roman von Sebastian Jani

Im August 1773 verschwanden sieben Patres aus Rom. 250 Jahre später beginnt jemand, sie zu suchen.
Dr. Charlotte Vogt ist Theologin, Eifelerin, Skeptikerin. Als ihr Doktorvater unter mysteriösen Umständen stirbt, hinterlässt er ihr nichts als ein Pergament mit einem lateinischen Vers — und einen Termin im Vatikan.
Pater Marco Salvi, ehemaliger Carabinieri und heute Sicherheitsattaché des vatikanischen Staatssekretariats, wartet bereits auf sie. Er weiß, was der tote Professor wusste: dass die Auflösung der Gesellschaft Jesu 1773 nicht das Ende war. Dass sieben Patres mit einem Geheimnis verschwanden, das niemand finden sollte.
Was Charlotte und Salvi nicht wissen: An der Jesuitenquelle in der Eifel, dem unscheinbarsten Ort der Welt, beginnt eine Spur, die quer durch Europa führt — und die manche Menschen lieber nicht aufdecken würden.
Der Beginn einer Septalogie über die größte verschwiegene Episode der Kirchengeschichte.
Erste Worte
Meulenwald, nördlich Trier. Spätherbst 1773.
Er war seit dem August unterwegs.
Bei Tageslicht ritt er, hielt sich an Wege, die unter Bauern bekannt waren. In Trier war er zwei Wochen geblieben — länger, als klug gewesen war, und kürzer, als er sich gewünscht hätte. Dort hatte er den Mantel gewechselt: den schwarzen Reisemantel der Jesuiten gegen den Ledermantel eines wandernden Steinhauers. Menschen behalten, was sie zu sehen erwarten.
Die Satteltasche war schwerer, als sie aussah. In ihr lag eine Lederrolle mit drei Pergamenten, ein Schreibzeug und ein Stein, in Tuch gewickelt — schwarzer Basalt, an zwei Abenden glatt geschliffen. Die Hand, die die sieben Zeilen hineingeschnitten hatte, konnte keinen einzigen Buchstaben lesen. Es war die Hand seines Bruders. Was einer nicht lesen kann, kann er nicht verraten.
Zwei Monate zuvor, in Riccis Arbeitszimmer im Collegium Romanum, hatte er gefragt: „Warum dieser Ort?"
„Weil dort jemand wartet", hatte Ricci gesagt.
„Wer?"
„Niemand, den Sie kennen. Sie weiß es noch nicht."
Der Quellen-Brief
Trag dich ein — und erhalte das Quellen-Dossier: die Ricci-Akte von 1773, mit der Karte der Sieben und einer Chiffre zum Entschlüsseln. Danach ein seltener Brief, immer dann, wenn eine der Quellen zu sprechen beginnt.
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- ✦Kein Lärm, kein Verkaufen — und jederzeit ein Schritt hinaus.